Zellulosedämmung, ideale Wärmedämmung im Haus und nachwachsender Rohstoff
Mit einer Zellulosedämmung können auch bestehende und bislang schlecht gedämmte Häuser in vielen
Fällen Dämmwerte erzielen, wie sie heute im Neubaubereich gefordert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist
es sogar möglich, den Passivhaus-Standard zu erreichen. Ein Passivhaus verfügt über eine so gute Dämmung, dass
eine herkömmliche Heizung praktisch überflüssig ist. Das Gebäude wird im Wesentlichen durch die Wärme seiner
Bewohner und der technischen Geräte wie Fernseher oder Computer geheizt. Das wird möglich, weil die Gebäudehülle
absolut dicht ist und eine kontrollierte Lüftung nur vorgewärmte Luft ins Haus lässt.
Die Option, eine bestehende Immobilie nachträglich in ein Passivhaus zu verwandeln, zeigt die herausragenden
Eigenschaften von Zellulose als Dämmmaterial. Die meisten Immobilieneigentümer, die sich für eine Zellulosedämmung
entscheiden, haben allerdings kein Passivhaus als Ziel, sondern lediglich eine spürbare Reduzierung ihrer
Heizkosten. Unzureichend gedämmte Wände und Dächer lassen viel Wärme, die zuvor mit teurem Öl oder Gas erzeugt
wurde, nach draußen entschwinden. Damit es im Winter im Inneren des Hauses trotzdem angenehm warm ist, muss
entsprechend mehr geheizt werden. Die Folge sind enorme Heizkosten, die durch steigende Preise für fossile
Energieträger von Jahr zu Jahr weiter steigen. Eine Zellulosedämmung packt dieses Problem an der Wurzel, reduziert
den Wärmeverlust und damit den Heizbedarf, so dass schon die nächste Abrechnung der Heizkosten deutlich niedriger
ausfällt.
Wer mit einer besseren Wärmedämmung Haus oder Wohnung fit für die Zukunft machen will, der steht irgendwann vor der
Frage nach dem optimalen Dämmmaterial. Während Besitzer von Eigentumswohnungen die Arbeiten an der Fassade
innerhalb der Eigentümergemeinschaft abstimmen müssen, können Eigner von Häusern selbständig entscheiden. Immer
öfter fällt die Wahl auf die Zellulosedämmung, die durch zahlreiche Vorteile überzeugt. Das Dämmmaterial hat im
Wesentlichen pflanzliche Bestandteile, denn die Zellulose wird direkt aus Holz gewonnen. Vielfach wird zudem
recyceltes Papier verwandt. Eine chemische Verbindung zwischen den einzelnen Bestandteilen ist nicht
erforderlich, Zellulose passt sich dank seiner Struktur automatisch optimal an die vorhandene Umgebung an und
füllt so beispielsweise auch kleine Ecken optimal aus.
Die Zellulosedämmung eignet sich sowohl für die Fassade als auch für das Dach. Das Verfahren kann bei allen
zweischaligen Mauerwerken zum Einsatz kommen, die über einen ausreichend großen Hohlraum verfügen. Das Mindestmaß
beträgt etwa drei Zentimeter. Die Zellulose wird über Bohrungen in den Hohlraum eingebracht, die Bohrlöcher werden
anschließend fachgerecht wieder verschlossen. Übrigens: Die Kosten für eine Zellulosedämmung haben sich dank
sinkender Heizkosten oft schon im dritten Jahr amortisiert. Danach sparen Immobilienbesitzer Jahr für Jahr bares
Geld.
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